Klimafreundliche Kältetechnik

Deutscher Kältepreis 2018 ausgeschrieben

18. Oktober 2017

Um klimafreundliche Entwicklungen zu fördern, verleiht das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative den Deutschen Kältepreis 2018. Bewerbungsschluss ist der 31. Januar 2018.

Die Kälte- und Klimaanlagen in Deutschland sorgen für so viele CO2-Emissionen wie rund 30 % des Straßenverkehrs: 50 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Entsprechend groß ist das Sparpotenzial der mehr als 120 Millionen Anlagen. In Deutschland werden rund 16 % der gesamten elektrischen Energie durch Kälte- und Klimaanlagen verbraucht. Von effizienter und sparsamer Kältetechnik profitieren neben Klima und Umwelt vor allem die Unternehmen selbst: Bis zu 35 % Energieeinsparung und entsprechend weniger Kosten sind durch den Einsatz effizienter Komponenten und Systeme möglich. In einigen Betrieben konnten sogar bis zu 75 % der Energie eingespart werden. Die Weiterentwicklung der Technologie zu fördern, damit das Klima zu schützen und gleichzeitig die Wirtschaft zu stärken, sind die Ziele des Deutschen Kältepreises.
„Der Deutsche Kältepreis sorgt für neue technische Maßstäbe und bringt die Entwicklung sparsamer und klimafreundlicher Kältetechnik voran“, sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft organisiert den Wettbewerb bereits seit 2009 gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Kälte. Der Kältepreis ist mit 52.500 Euro dotiert und wird 2018 zum sechsten Mal vergeben. Die Auszeichnung richtet sich an Unternehmen und Einzelpersonen, die innovative Lösungen für die Kältetechnik entwickeln und umsetzen. Bewerbungen sind bis zum 31. Januar 2018 unter www.klimaschutz.de/kaeltepreis einzureichen.
Bewerbungen für den Kältepreis sind in drei Kategorien möglich:
1. Kälte- oder klimatechnische Innovationen
Die Innovation kann sich auf Anlagenkomponenten, Arbeitsstoffe sowie Anlagenkonzepte beziehen (zum Beispiel Nutzung von Antriebsenergien, Speicherung thermischer Energien, Nutzung selbst erzeugter Energien). Die Innovation muss zumindest als Prototyp existieren.
2. Energieeffiziente Kälte- und Klimaanlagen mit indirekter Kühlung
Gesucht werden Anlagen, bei denen durch eine geringe Kältemittelfüllmenge, kürzere Kältemittelleitungen sowie wenige Verbindungsstellen potenzielle Kältemittelemissionen reduziert sind. Außerdem sollen die Anlagen durch eine intelligente Regelung, Messung der Kälteleistung oder die Integration von Wärme- und Kältespeichern eine hohe Energie- und Systemeffizienz aufweisen.
3. Intelligentes Monitoring von Kälte- und Klimaanlagen
Gesucht werden Anlagen, die durch eine kosteneffiziente systematische, kontinuierliche Erfassung und Auswertung der Kälte erzeugenden Prozesse (Monitoring, Bildung von Kennzahlen) überwacht werden und in Bezug auf ihre Energieeffizienz optimiert sind.
Die Jury
Neben Vertretern des BMUB werden folgende Personen über die innovativsten Projekte beraten und entscheiden:
• Prof. Dr.-Ing. Michael Deichsel, Hochschule Nürnberg, Kältetechnik
• Prof. Dr.-Ing. Sylvia Schädlich, Hochschule Ruhr-West
• Dipl.-Ing. Jörg Peters, Geschäftsführer der Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik
• Wolfgang Zaremski, Präsident des Verbandes Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe e. V. (VDKF)
Das Bundesumweltministerium vergibt pro Kategorie 10.000, 5.000 und 2.500 Euro. Die Preisgelder sind wiederum in Klimaschutzprojekte zu investieren, sodass weitere Treibhausgasemissionen vermieden werden. Weitere Informationen zum Deutschen Kältepreis sind ab sofort unter http://www.klimaschutz.de/kaeltepreis zu finden. Die Gewinner gibt das Bundesumweltministerium im Mai 2018 auf den Berliner Energietagen bekannt.
www.klimaschutz.de/kaeltepreis