Premiere

TGA-Wirtschaftsforum diskutiert Rolle der TGA in der Gebäudewende

4. Dezember 2017

Auf Initiative des BTGA – Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung e.V. fand am 27. und 28. November 2017 in Berlin das 1. TGA-Wirtschaftsforum statt. Rund 125 Teilnehmer nahmen an dem umfangreichen, zweitägigen Vortragsprogramm teil.

Vertreter der Politik, Referenten aus den unterschiedlichen Disziplinen und rund 125 Teilnehmer trugen dazu bei, dass diese Premiere ein großer Erfolg wurde. Der BTGA veranstaltete das TGA-Wirtschaftsforum gemeinsam mit dem Fachverband Gebäude-Klima e.V. (FGK) und dem Herstellerverband Raumlufttechnische Geräte e.V. (RLT-Herstellerverband). Weitere Partner waren die 1. Wissenschaftliche Vereinigung Projektmanagement e.V. (1. WVPM), der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. und der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA). Damit war ein breiter Dialog zwischen Technischer Gebäudeausrüstung, Projektmanagement, Bauindustrie und Immobilienwirtschaft sichergestellt.
Die Diskussion wurde vom Berliner Abgeordneten Andreas Otto MdA mit dem Vortrag „Kann die öffentliche Hand Bauvorhaben?“ eröffnet. Der ehemalige Obmann der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im BER-Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin berichtete über die Probleme bei Planung und Bau des neuen Hauptstadtflughafens. An diesem Beispiel erläuterte er die hohen Ansprüche, vor denen Bauprojekte der öffentlichen Hand stehen.

Podiumsdiskussion „Die TGA als Buhmann im Bauprozess“ (v.l.): Prof. Dr.-Ing. Michael Bauer, Manfred Kölbl, Thomas Lehmann, Karl-Walter Schuster, Prof. Dr. Klaus Eschenbruch, Prof. Dr.-Ing. Norbert Preuß, Klaus Ringsleben und Hermann Sperber

Podiumsdiskussion „Die TGA als Buhmann im Bauprozess“ (v.l.): Prof. Dr.-Ing. Michael Bauer, Manfred Kölbl, Thomas Lehmann, Karl-Walter Schuster, Prof. Dr. Klaus Eschenbruch, Prof. Dr.-Ing. Norbert Preuß, Klaus Ringsleben und Hermann Sperber

Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter betonte, für die Politik sei wichtig, dass sich Verbände mit ähnlichen Zielen schon im Vorfeld stärker abstimmen und gemeinsam Vorschläge unterbreiten. Die Energie-wende könnte schneller zu einer erfolgreichen Gebäudewende entwickelt werden, wenn sich alle Beteiligten in einen interdisziplinären Dialog einbringen.
Das umfangreiche, zweitägige Vortragsprogramm war in Themenblöcke gegliedert: In Form von Impulsvorträgen, Referaten und Podiumsdiskussionen wurden aktuelle Themen des Baugeschehens behandelt, unter anderem „Einführung der BIM-Methode im TGA-Anlagenbau“, „Auswirkungen des Bauvertragsrechts und der Änderung der kaufrechtlichen Mängelhaftung auf die TGA-Anlagenbauer“ und „Von der Energie- zur Gebäudewende“. Auch kritische Punkte wie „Die TGA als Buhmann im Bauprozess“ wurden von den Teilnehmern offen diskutiert.
„Wir haben unser Ziel erreicht und sind in einen neuen, zielorientierten Dialog mit den am Bau Beteiligten eingetreten“, sagte Günther Mertz, Geschäftsführer der drei Trägerverbände BTGA, FGK und RLT-Herstellerverband. „Das interdisziplinäre TGA-Wirtschaftsforum ermöglicht einen konstruktiven Austausch mit Planern, der Hochbauindustrie, dem Projektmanagement und den Kunden und Nutzern unserer Technik. Wir werden den Dialog fortsetzen und diese Plattform etablieren.“ Das nächste TGA-Wirtschaftsforum soll 2019 stattfinden.
www.tga-wirtschaftsforum.de