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Anlagenmonitoring – Effektiv oder Geldverschwendung?

HINTERGRUND:: Technische Anlagen der Kälte- und Klimatechnik werden immer komplexer und unter immer größerer Zeitnot fertiggestellt. So zumindest der Eindruck. Im Ergebnis entstehen Anlagen, die häufig nicht im optimalen Betriebszustand laufen und im schlimmsten Fall unnötige Betriebskosten verursachen. Die Phasen der Inbetriebnahme und der Anlagenoptimierung sind in den Regelungen der HOAI nicht besonders gut abgebildet. Als „Besondere Leistung“ kann die ingenieurtechnische Kontrolle des Energieverbrauchs gemäß Phase 9 der HOAI vereinbart werden. In der Praxis führt das jedoch dazu, dass zwischen dem Auftraggeber und den beteiligten Auftragnehmern (Planer und Anlagenerrichter) häufig keine Einigung über die Notwendigkeit und den Umfang des Anlagenmonitorings getroffen werden kann.

Im Rahmen von Forschungsprojekten wurde in Deutschland in der Vergangenheit eine Reihe von Monitorings durchgeführt. Eine Bewertung der Ergebnisse und der Wirtschaftlichkeit dieser Untersuchungen ist schwer möglich, da diese Monitorings häufig mit zusätzlicher Sensortechnik und besonderem Personaleinsatz durchgeführt wurden. Im Rahmen der normalen Inbetriebnahme müssen jedoch Wege gefunden werden, wie mit der ohnehin vorhandenen Ausstattung an Sensorik ein vernünftiges Analysieren von Abhängigkeiten möglich ist.

Alleine aus der Bewertung der aktuellen Energieaufwendungen – verglichen mit einem theoretischen Vergleichsprozess – ließen sich oft schon Erkenntnisse zum Fehlverhalten ableiten.

Fragen:

  1. Welche Erfahrungen haben Sie mit Anlagenmonitoring gemacht?
  2. Sollte das Anlagenmonitoring verpflichtend eingesetzt werden?
  3. Welche technischen und organisatorischen Defizite sehen Sie, um eine breitere Umsetzung des Anlagenmonitorings zu erreichen?
  4. Welche energetischen und finanziellen Effekte lassen sich erreichen?

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Redaktionsschluss ist der 30. Juni 2017.

Die Antworten senden Sie bitte per E-Mail an birgit.bakhtiari@huethig.de.