HLK&K-Marktstudie für die EMEA-Region 2014/2015

Markt für Gebläsekonvektoren weiter rückläufig

15. September 2015

Eurovent Market Intelligence (EMI) hat die Ergebnisse seiner Studie über die Verkaufszahlen des Jahres 2014 im Gebiet Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) veröffentlicht. Danach erlitt der Markt der Gebläsekonvektoren 2014 einen Rückgang von -6 % im Vergleich zum Vorjahr.

Grundlage für die Studie sind bei Produzenten der Branche erhobene Daten. Das Interesse der Hersteller an den von Eurovent Market Intelligence (EMI), einem europäischen Statistikbüro für den HLK&K-Markt, aufgearbeiteten Marktdaten hat dieses Jahr alle Rekorde geschlagen – 280 Hersteller der HLK&K-Branche haben an der Erhebung der Verkaufszahlen teilgenommen. Dies entspricht einer Zunahme von 26% im Vergleich zum Vorjahr.

1_Eurovent_Zahl der TeilnehmerMit 85 Teilnehmern hat das Statistikprogramm für Luftaufbereitungsanlagen seinen historischen Höchststand erreicht und untermauert damit die Repräsentativität der erfassten Daten auf dem europäischen Markt zusätzlich. In diesem Jahr haben sich zahlreiche deutsche Hersteller zum ersten Mal an der Erhebung beteiligt, aber auch viele Türken, Engländer, Inder und Hersteller aus Osteuropa kamen hinzu.

Das Interesse mag auf die Marktdynamik im Bereich der Luftaufbereitungsanlagen zurückgehen, hat aber sicher auch wieder mit der Anpassung des Erfassungsformats an die neuen Herausforderungen des europäischen Marktes zu tun. So werden neben dem Luftdurchsatz und der Energieklasse von EMI nun auch Informationen zur Art der maschinenseitigen Ausrüstung erfasst, sei es auf der Ebene der Wärmerückgewinner, des Kompressors oder der integrierten Steuerung.

Der Markt der Gebläsekonvektoren (Fan Coils Units) erlitt 2014 einen Rückgang von -6 % im Vergleich zu 2013 und erreichte damit Verkaufszahlen von 1,35 Mio. Stück in der EMEA-Zone (Europa, Mittlerer Osten und Afrika). Dieser Rückgang betrifft mehrere Länder, die im Vergleich zum Vorjahr eine Verschlechterung der Lage erlebten: England, die Benelux-Staaten, Deutschland, Russland und der Mittlere Osten (die Arabische Halbinsel und der Nahe Osten) mussten dieses Jahr Einbußen zwischen -10 % und -15 % verzeichnen, während die Situation 2013 noch positiv aussah. In Italien setzt sich die Negativtendenz auch dieses Jahr mit einem Auftragsrückgang von 10 % fort. Demgegenüber verbessert sich die Situation in Frankreich und Spanien mit einem Zuwachs von jeweils 3 % und 9 %. In der Türkei kam es zu einer Verlangsamung des Wachstums, das sich daraufhin bei +5 % stabilisierte. Afrika konnte sich mit einem Wachstum von +16 % über ein gutes Jahr freuen.

Ca. 20 % der Umsätze werden auf dem italienischen Markt erzielt, was etwa 262.000 verkauften Geräten entspricht. Als weiterer europäischer Staat liegt Frankreich an zweiter Stelle mit einem Marktanteil von ca. 11 %. Hinter der EU liegt der Mittlere Osten auf dem zweiten Platz der EMEA-Zone trotz eines Rückgangs von 4 Punkten im Vergleich zu 2013.

Die Gebläsekonvektoren mit und ohne Gehäuse stellen jeweils 30 % des Marktes dar, wobei die übrigen 40 % zu gleichen Teilen auf die Kassetten- und die Kanalklimageräte aufgeteilt werden.

Die Gebläsekonvektoren mit und ohne Gehäuse stellen jeweils 30 % des Marktes dar, wobei die übrigen 40 % zu gleichen Teilen auf die Kassetten- und die Kanalklimageräte aufgeteilt werden.

Auch in diesem Jahr gibt es keine Veränderung bezüglich der verschiedenen Arten von Gebläsekonvektoren. Die 2-Rohr-Ausführung nimmt 75 % des Marktes ein, während die 4-Rohr-Ausführung die restlichen 25 % übernimmt, mit Ausnahme von Saudi-Arabien, wo es nur die 2-Rohr-Variante gibt. Bezüglich des Designs stellen die Gebläsekonvektoren mit und ohne Gehäuse jeweils 30 % des Marktes dar, wobei die übrigen 40 % zu gleichen Teilen auf die Kassetten- und die Kanalklimageräte aufgeteilt werden. Die Türkei stellt mit drei Vierteln des Marktes für Modelle ohne Gehäuse eine Ausnahme dar und auch in Saudi-Arabien gibt es ausschließlich Geräte ohne Gehäuse und Kanalklimageräte.

www.eurovent-marketintelligence.eu