Hochschule Karlsruhe –Technik und Wirtschaft

The Schaufler Foundation stiftet eine Professur für Verdichtertechnologie

8. Mai 2017

Eine von The Schaufler Foundation gestiftete W3-Professur soll das Fachspektrum des Instituts für Kälte-, Klima- und Umwelttechnik (IKKU) der Hochschule Karlsruhe um das zentrale Themenfeld der Verdichtertechnologie ergänzen.

Studentin Lisa Hurst bei einem Versuch mit einer Kaskadenkälteanlage im Kältelabor der Hochschule Karlsruhe.

Studentin Lisa Hurst bei einem Versuch mit einer Kaskadenkälteanlage im Kältelabor der Hochschule Karlsruhe.

Damit wird der Hochschule ermöglicht, für dieses „Herzstück“ einer jeden Kälteanlage eine entsprechende Professur auszuschreiben. Schwerpunkte werden hierbei Geräuschreduzierung und Effizienzsteigerung der Verdichter und eine damit verbundene umweltschonende Technologie bilden. Die Professur wird den Namen „The Schaufler Foundation Stiftungsprofessur für Verdichtertechnologie“ tragen. Mit der Finanzierung dieser Professur setzt die Stiftung des im Jahre 2015 verstorbenen Inhabers der Bitzer-Firmengruppe, Peter Schaufler, ihre Tradition in der Förderung einer effizienten und damit umweltbewussten Kälte- und Klimatechnik fort. So wurde bereits 2010 mit Mitteln der The Schaufler Foundation die „Bitzer-Stiftungsprofessur für Kälte-, Kryo- und Kompressorentechnik“ an der TU Dresden etabliert, dem einzigen anderen bundesweiten Zentrum in der Kältetechnik. Beide Hochschulen arbeiten seit langem erfolgreich zusammen. Für sehr gute Absolventen der Hochschule Karlsruhe besteht an der TU Dresden die Möglichkeit zu einer kooperativen Promotion. Diese Kooperation soll durch die neue Stiftungsprofessur gefestigt und weiter ausgebaut werden.

Seit den 1950er-Jahren wird an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft im Maschinenbau als einer von fünf Studienschwerpunkten die Kälte-, Klima- und Umwelttechnik angeboten. „Um der steigenden Bedeutung der modernen Kälte- und Klimatechnik gerecht zu werden und insbesondere den Bedarf an praxisorientierten Ingenieuren abzudecken, müssen wir noch mehr Studierende für diese Fachgebiet begeistern“, erläutert der Leiter des IKKU, Prof. Dr. habil. Michael Kauffeld. Dies kann unter anderem dadurch gelingen, dass in den konstruktiven Fächern des Grundstudiums stärker auf die Kälte-, Klima- und Umwelttechnik verwiesen wird und entsprechende Beispiele in der Verdichterkonstruktion in den Vorlesungen und Übungen bearbeitet werden. Hierdurch wird eine Brücke zwischen der theoretischen Thermodynamik und Strömungslehre sowie deren praktischer Umsetzung in der Konstruktion und Fertigung geschlagen. „Wir können den Studierenden damit auch zeigen, welche spannenden Themenfelder in der Kälte-, Klima- und Umwelttechnik auf sie warten“, bestätigt der Dekan der Fakultät für Maschinenbau und Mechatronik der Hochschule Karlsruhe, Prof. Dr. Frank Artinger. „So sind beispielsweise die umweltneutrale Gebäudekühlung bzw. -heizung durch Solarthermie, der Einsatz von Eisbrei als klimaneutrales Kältemittel, die Effizienzsteigerungen in der Motorentechnik und die Energiegewinnung über Erdwärmesonden mit einem eigenen Sondenfeld Forschungsprojekte an der Hochschule.“

„Die Einrichtung einer anwendungsorientierten Stiftungsprofessur für Verdichtertechnologie für Kälte- und Prozessanwendungen wird starke Impulse für eine höhere Attraktivität und Leistungsfähigkeit des Studienschwerpunkts Kälte-, Klima- und Umwelttechnik geben“, betont Prof. Dr. Markus Stöckner, Prorektor für Forschung, Technologietransfer und Qualitätsmanagement der Hochschule Karlsruhe, „zudem wird damit das Profil des Studiengangs Maschinenbau weiter geschärft.“

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