Dämmung und Isolierung

IEX 2018 verzeichnet Besucherrückgang um 40 %

22. Mai 2018

Die zweitägige Fachmesse IEX – Insulation Expo Europe muss neben einem Rückgang der Ausstellerbeteiligung auch einen deutlichen Einbruch bei den Besucherzahlen verkraften. Nach gut 5.600 Besuchern bei der Vorveranstaltung im Jahr 2016 kamen heuer nur noch 3.442 Besucher auf das Kölner Messegelände.

In diesem Jahr kam 170 Aussteller aus 24 Nationen auf das Kölner Messegelände zur Fachmesse IEX – Insulation Expo Europe.

In diesem Jahr kam 170 Aussteller aus 24 Nationen auf das Kölner Messegelände zur Fachmesse IEX – Insulation Expo Europe.

Nach Angaben der Veranstalter ist die Internationalität der Besucher hingegen gestiegen. Danach kamen die Besucher aus 54 Nationen vom 16. – 17. Mai nach Köln, am weitesten gereist aus Brasilien, den USA und Kanada, Australien, dem Iran und Israel, aber auch aus Skandinavien und Osteuropa. Der Internationalitätsgrad erreichte die neue Bestmarke von 52 %.
Olaf Freier, Event Director der IEX, erklärt das insgesamt rückläufige Interesse mit dem „Fernbleiben einer Reihe von Mineralwoll-Anbietern und dem aufgrund der Energiewende weggebrochenen Kraftwerksmarkt“. An der nächsten Veranstaltung im Jahr 2020 sei „konzeptionell weiter zu arbeiten“.
Ziel der 170 Aussteller (2016: 200) aus 24 Nationen auf der IEX war es, die Möglichkeiten moderner Dämmstoffe und Isoliertechnik zu zeigen. Das Ausstellungsspektrum reichte von Dämmstoffen und Dämmsystemen für die technische Wärme- und Kältedämmung über Produkte für den Schall- und vorbeugenden Brandschutz, bis hin zu Werkzeugen, Maschinen, Messgeräten und Software-Lösungen. Thomas Pitsch, Schwartmanns Maschinenbau GmbH: „Im Zuge der globalen Energiediskussion wird die technische Isolierung zunehmend an Bedeutung gewinnen.“ Wichtig werde es sein, die Einsparpotenziale mit geeigneten Messmethoden aufzuzeigen und somit den Anlagenbetreibern schon vor der Isolierung den Return on Invest auszurechnen. Eine Einschätzung, die Jürgen Kaimann, Inhaber der Kaimann GmbH, teilt: „Wir bewerten die Entwicklung des Marktes und die wirtschaftliche Gesamtlage in unseren Kernsegmenten als äußerst positiv und potenzialträchtig.“
So zeigen die Ergebnisse der Energie-Audits, die von der EiiF – European Industrial Insulation Foundation auf der Fachmesse für technische Isolierungen präsentiert wurden, dass die Industrie noch immer zu viel „heiße“ Luft produziert, wenn es um die thermische Dämmung ihrer Betriebsanlagen geht. Sie könnte ihren Energieverbrauch deutlich drosseln, Betriebskosten senken und mit dem reduzierten CO2-Ausstoß einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Rund 300 TIPCHECKs (Technical Insulation Performance Check) wurden bisher durchgeführt, durch die nach Dämm-Maßnahmen in den Unternehmen nachweislich mehr als 550.000 MWh/Jahr und rund 450.000 Tonnen CO2 eingespart werden konnten. Das entspricht den jährlichen Treibhausgas-Emissionen von rund 44.000 Haushalten. „In 95 % der untersuchten Unternehmen konnten wir Einsparpotenziale aufzeigen. Die Investitionen in neue Kälte- und Wärmedämmungen rechnen sich: Die durchschnittliche Amortisierungszeit beträgt laut TIPCHECK in der Regel durchschnittlich zwei Jahre“, so EiiF-Direktor Andreas Gürtler. Hier liege derzeit noch ein großes Marktpotenzial brach.
www.insulation-expo.com