Bilanz 2018/19

ebm-papst wächst um 6,7 %

26. Juni 2019

Der führende Hersteller von Ventilatoren und Motoren, ebm-papst, setzt seinen globalen Wachstumskurs fort. Das am 31. März 2019 zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2018/19 schloss das baden-württembergische Familienunternehmen mit einem Umsatzerlös von 2,183 Mrd. Euro ab.

Mit gut 15.000 Beschäftigten erzielte ebm-papst im Geschäftsjahr 2018/19 einen Umsatz von 2,18 Mrd. Euro. Im Bild die Ventilatorenmontage.

Mit gut 15.000 Beschäftigten erzielte ebm-papst im Geschäftsjahr 2018/19 einen Umsatz von 2,18 Mrd. Euro. Im Bild die Ventilatorenmontage.

Gegenüber dem Vorjahr (2,046 Mrd. Euro) bedeutet dies eine Steigerung um 137 Mio. Euro (+6,7 %). Die Anzahl der Beschäftigten blieb stabil bei insgesamt 15.058 Mitarbeitern weltweit. Stefan Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung der ebm-papst Unternehmensgruppe: „Hinter uns liegt erneut ein erfolgreiches Wachstumsjahr, bei dem wir viele unserer Ziele deutlich übertreffen konnten.“ Gründe für den Erfolg sieht Brandl im konsequenten Vorantreiben der Internationalisierungsaktivitäten „local for local“ sowie in der wirksamen Umsetzung der Unternehmensstrategie „one ebm-papst“.

„Bereits seit zwei Jahren stellen wir unser Unternehmen mit „one ebm-papst“ für eine langfristig gute Zukunft auf und formen mit ihr eine der Unternehmensgröße von ebm-papst angemessene Struktur. Aktuell arbeiten wir an rund 20 Reorganisationsprojekten, die alle Standorte und Bereiche einbeziehen, vom Vertrieb über den Einkauf bis hin zur Entwicklung. Wir sorgen so für sichere und zukunftsorientierte Arbeitsplätze sowie eine hohe Wettbewerbsfähigkeit“, so der ebm-papst-Chef.

Für das aktuelle Geschäftsjahr plant das Unternehmen mit einem moderaten Umsatzzuwachs von 1,6 % auf 2,217 Mrd. Euro.

Im Bereich der Gesamtinvestitionen plant die Gruppe Ausgaben von rund 196,7 Mio. Euro (+49,2 % zum Vorjahr). So stellt ebm-papst in Kürze seinen dritten Produktionsstandort in China fertig und eröffnet den zweiten Standort in den USA. Was den Bereich Forschung und Entwicklung anbetrifft, wird ebm-papst rund 114,7 Mio. Euro bereitstellen, unter anderem für die Weiterentwicklung auf den Gebieten Aerodynamik/Akustik, Digitalisierung und Materialinnovation.

ebm-papst zeigt Wachstum in allen Märkten

Trotz schwierigem Marktumfeld, geprägt von politischen Unsicherheiten wie dem Handelskrieg USA/China, dem drohenden Brexit oder den Russland-sanktionen sowie durch die Materialverknappungen, insbesondere bei Elektronikbauteilen, erzielte die ebm-papst Gruppe ein starkes Wachstum in allen Geschäftsbereichen sowie seinen vier Regionen (Deutschland, Europa, Amerika und Asien) und baute seine Marktanteile aus.

Äußerst erfreulich wuchs ebm-papst in Europa (exklusive Deutschland) mit 7,7 % auf 1.020 Mio. Euro (Vorjahr: 948 Mio. Euro) gefolgt von der Region Asien mit 6,8 % auf 402 Mio. Euro (Vorjahr: 377 Mio. Euro) und Deutschland mit 5,7 % auf 501 Mio. Euro (Vorjahr: 474 Mio. Euro). Auf dem amerikanischen Markt legte der Branchenprimus um 4,9 % auf 260 Mio. Euro zu (Vorjahr: 248 Mio. Euro.).

In Bezug auf die Marktsegmente legte das von St. Georgen geleitete Geschäftsfeld Automotive/Antriebstechnik kräftig um 13,1 % auf 318 Mio. Euro (Vorjahr: 281 Mio. Euro) zu. Der Geschäftsbereich Hausgeräte/Heiztechnik, der vom Standort Landshut geführt wird, konnte seinen Umsatz um 3,6 % auf 414 Mio. Euro (Vorjahr: 400 Mio. Euro) steigern. Die aus der Zentrale in Mulfingen betreute industrielle Lufttechnik wuchs um 6,3 % auf 1.451 Mio. Euro (Vorjahr: 1.365 Mio. Euro).

Entwicklungsplattform in China geplant

Im Geschäftsjahr 2018/19 hatte ebm-papst Ausgaben von 107,9 Mio. Euro (Vorjahr: 109,2 Mio. Euro) für Forschung und Entwicklung zu verzeichnen. Die Themenschwerpunkte lagen dabei in den Bereichen Digitalisierung, Aerodynamik und -akustik, energieeffiziente Produktkonzepte sowie dem Ausbau der Elektronik- und Systemfähigkeit. Im laufenden Geschäftsjahr plant ebm-papst u.a. mit der Einführung einer Entwicklungsplattform in China sowie Projekten im Bereich IoT (Internet of Things) ein F&E-Gesamtvolumen von 114,7 Mio. Euro (+ 6,3 %).

Investitionen nahezu verdoppelt

ebm-papst treibt seine Internationalisierungsstrategie „local for local“ voran und hat im vergangenen Geschäftsjahr seine Investitionen im Ausland mit 41,3 Mio. Euro (Vorjahr: 22,1 Mio. Euro / +86,5 %) nahezu verdoppelt. Insgesamt investierte der Hersteller 131,9 Mio. Euro (Vorjahr: 146,0 Mio. Euro / -9,7 %).

Für das laufende Jahr wird ebm-papst seine Investitionen deutlich um 49,2 % auf 196,7 Mio. Euro erhöhen. Insbesondere die Auslandsinvestitionen werden mit 94,5 Mio. Euro nochmals mehr als verdoppelt und betreffen u.a. die neuen Produktionsstandorte in Xian (China) und Johnson City (USA). In Deutschland wird ab Herbst mit dem Bau des Technologiezentrums für Forschung und Entwicklung in Mulfingen begonnen.

Mitarbeiter: Belegschaft stabil

Nach den hohen Einstellungszahlen der vergangenen Jahre sowie der Sanierung des ebm-papst Automotive-Standortes im Schwarzwald blieb die Belegschaft stabil. Zum Geschäftsjahresende beschäftigte die Gruppe weltweit 15.058 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 15.111 / -0,4 %). In Deutschland sank die Belegschaft von 6.852 auf 6.680 (-172), im Ausland nahm sie von 8.259 auf 8.378 (+119) zu.

Weltweit beschäftigte ebm-papst 2018/19 (von der Gesamtzahl) insgesamt 926 Leasingkräfte (Vorjahr: 1.173 / -247), davon 275 (Vorjahr: 372 / -97) im Inland und 651 (Vorjahr: 801 / -150) im Ausland.

Ausbildungsangebot konstant

Einen wesentlichen Anteil seiner Fachkräfte rekrutiert ebm-papst im Rahmen seiner unternehmenseigenen Aus- und Weiterbildung. Zum Stichtag am 31.03.2019 waren 363 Auszubildende und DH-Studenten (-2,2 %; Vorjahr: 371) bei ebm-papst beschäftigt. Im Einzelnen waren das in Mulfingen 204 (Vorjahr: 203), in Landshut 37 (Vorjahr: 43), in St. Georgen, inkl. Herbolzheim und Lauf, 97 (Vorjahr: 95) und im Ausland 25 (Vorjahr: 30).

ebm-papst Standorte in Deutschland

ebm-papst Mulfingen, Sitz der Unternehmenszentrale, erzielte einen Umsatzzuwachs von 61 Mio. Euro auf 1.089 Mio. Euro (Vorjahr: 1.029 Mio. Euro / +5,9 %). Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigte mit +12 auf 3.711 (Vorjahr: 3.699 / +0,3 %) leicht nach oben.

Der Standort St. Georgen konnte seine schwierigen Herausforderungen im Automobilsegment mit einem schmerzhaften Sanierungskurs wieder in die Erfolgsspur bringen. In Bezug auf die Umsatzentwicklung wuchs das Schwarzwälder Tochterunternehmen mit seinen Standorten in St. Georgen, Herbolzheim (Automotive) und Lauf (Getriebe) um 12,7 % auf 501 Mio. Euro (Vorjahr: 445 Mio. Euro) und beschäftigt zum Ende des Geschäftsjahres 1.776 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 1.936 / -8,3 %).

ebm-papst Landshut, bayerisches Tochterunternehmen mit Schwerpunkten in den Segmenten Hausgeräteindustrie und Heiztechnik, zeigte sich bei Umsatz und Belegschaft nahezu konstant. So wuchs der Standort leicht auf 337 Mio. Euro (Vorjahr: 333 Mio. Euro / +1,2 %). Die Anzahl der Belegschaft sank um 24 Personen auf 1.193 (Vorjahr: 1.217 / -2,0 %).

www.ebmpapst.com