Expertenforum/Filternormung

Filternormung nach der ISO 16890 „Luftfilter für die allgemeine Raumlufttechnik“

10. Juli 2019

Seit Dezember 2016 ist die o.g. Norm auch in Deutschland gültig. Eine wesentliche Neuerung gegenüber der EN 779 besteht darin, dass die Filterwirkungsgrade in Relation zu der von WHO bzw. Umweltbehörden verwendeten Feinstaubklassen PM1, PM2,5 sowie PM10 bestimmt werden. Ebenso gibt es Änderungen bei den zu verwendenden Prüfaerosolen, Prüfstäuben und dem elektrostatischen Entladungsprozess. Die Definition des Feinstaubs geht auf den in den USA 1987 eingeführten „National Ambient Air Quality Standard (NAAQS)“ der EPA-Umweltschutzbehörde zurück. Die Abkürzung PM steht für Particulate Matter (Aerosol / Schwebstoff). Seitdem versucht die Branche, die nationalen Normen und Richtlinien mit einem Bezug zu Luftfiltern an diese ISO-Norm anzupassen. Dazu erscheint demnächst auch die VDI 3803 Blatt 4 im Weißdruck neu. Schwer tun sich insbesondere die Praktiker und Anwender. Haben Sie verstanden, welche Filter zukünftig in Ihren RLT-Anlagen zum Einsatz kommen sollen?