Bundesregierung unterstützt nachhaltiges Wirtschaften der Industrie durch geeignete Rahmenbedingungen

Industrie und Ökologie

16. Juni 2005

Der Industrie kommt auch wegen ihrer Innovationskompetenz und ihren internationalen Verflechtungen bei der Umsetzung der Leitidee der Nachhaltigkeit eine große Verantwortung zu. Die Bundesregierung unterstützt nachhaltiges Wirtschaften der Industrie durch Setzen geeigneter Rahmenbedingungen, verstärkte Förderung ressourcen- und umweltschonender Produkte und Verfahren (z.B. Öko-Audit oder integrierte Produktpolitik) sowie intensive Begleitung beim Absatz von Umwelttechnik auf Auslandsmärkten (Umwelttechnologieportal, Umwelt-Area-Manager). Die Aufnahme einer Reihe deutscher Firmen in den Dow Jones Sustainability Index zeigt, dass für die Industrie Ökonomie und Ökologie nicht in Widerspruch miteinander stehen. Im Gegenteil: Steigerung der Ökoeffizienz bringt Wettbewerbsvorteile und zugleich wird die Umwelt weniger in Anspruch genommen. Firmen, die sich am Leitbild der Nachhaltigkeit orientieren, schätzen sich als die langfristig erfolgreicheren Unternehmen ein. Die steigende Nachfrage privater und institutioneller Anleger bestätigt diese Einschätzung. Im Klimaschutz wird der Grundsatz der Nachhaltigkeit von der deutschen Wirtschaft bereits im Rahmen der Vereinbarung zur Klimavorsorge vom 09.11.2000 umgesetzt. Die Wirtschaft hat sich bereiterklärt, ihren Teil zur Erreichung des deutschen Reduktionsziels (21 % = 969 Mio. t. der sechs Treibhausgase des Kyoto-Protokolls bis zum Zeitraum 2008 bis 2012 gegenüber 1990) durch eine spezifische Minderung der sechs Treibhausgase um 35 % bis 2012 bezogen auf 1990 beizutragen. Die Industrie hat faktisch z. B. bei den energiebedingten CO2-Emissionen bereits eine absolute Minderung von 30,5 % (1990 bis 2000) erreicht.