Contracting kann deutsche Energiebilanz retten

5. Januar 2006

„Würden deutsche Unternehmen mehr Contracting betreiben, wäre die Energieproduktivität heute besser“, sagte Dr. Manfred Dittmer, Geschäftsführer von Vattenfall Europe Contracting GmbH, anlässlich der Bekanntgabe der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen 2005. Laut Daten des Statistischen Bundesamtes hat die Energieproduktivität in Deutschland noch nicht den angestrebten Wert erreicht. Zusätzliche Einspar-Maßnahmen in den kommenden 15 Jahren sind zwingend notwendig. Laut der Umweltökonomischen Gesamtrechnungen (UGR), die jährlich das Vorankommen der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie auswerten, ist die vorgegebene Energieproduktivität der Bundesrepublik noch nicht erlangt. Der Wert gibt das Verhältnis von preisbereinigtem Bruttoinlandsprodukt und Primärenergieverbrauch an. Die gesamtwirtschaftliche Energieproduktivität hat sich seit 1990 zwar bereits um 27 Prozent verbessert, müsste dieses Jahr aber doppelt so hoch ausfallen, wenn 2020 die angestrebten 100 Prozent erzielt sein sollen. Vor allem die Industrie, die drei Viertel aller Energieträger verbraucht, aber nur eine Energieproduktivität von knapp 25 Prozent vorweisen kann, muss Energiekosten sparen und Energieträger effizienter einsetzen. Die bisher erreichte Energieproduktivität ist laut Analysen des Statistischen Bundesamtes hauptsächlich auf Effizienzfortschritte zurückzuführen. „Genau hier liegen ungenutzte Reserven. Mit Contracting könnten diese ausgeschöpft werden, ohne dass die Industrieunternehmen eigene Investitionen dafür tätigen müssten“, sagte Dittmer. Sein Unternehmen optimiert, saniert, finanziert und betreibt Anlagen zur Erzeugung und Verteilung von Nutzenergien und Medien im Auftrag seiner Kunden seit 1997 mit inzwischen über 360 Mitarbeitern. Das Contracting-Angebot reicht von reinen Energiesparmaßnahmen bis hin zum Outsourcing der energetischen Infrastruktur.