OECD-Forum berät Strategien zur Verringerung von Treibhausgasemissionen

Klimaschutz stärker in die OECD integrieren

14. Juni 2005

In Paris sind heute hochrangige VertreterInnen aus Politik, internationalen Organisationen, Wirtschaftsunternehmen und der Zivilgesellschaft zu einem „Runden Tisch über nachhaltige Entwicklung“ zusammengekommen. Im Mittelpunkt des zweitägigen Treffens, an dem die Parlamentarische Staatssekretärin im BMU Margaretha Wolf teilnimmt, steht die Fortentwicklung des internationalen Klimaschutzes und der Beitrag, den die OECD dabei leisten kann. Vorrangiges Thema des Runden Tisches ist die Frage, ob länderübergreifende Vereinbarungen in den Wirtschaftsbereichen Stahl, Aluminium, Zement, Kohlekraftwerke und Automobilbau einen Beitrag zur internationalen Klimaschutzpolitik leisten könnten. Die genannten Branchen verursachen 32 % der globalen Treibhausgasemissionen. Die vorliegenden Analysen zeigen erhebliche Minderungspotenziale durch bereits heute verfügbare Technologien auf, deren Anwendung jedoch zusätzlicher ökonomischer Anreize bedarf. Margareta Wolf: „Klare Rahmenbedingungen wie das Kyoto-Protokoll, der EU-Emissionshandel und die Ökosteuer zeigen bereits Wirkung: Investitionen, Forschung und Entwicklung werden in klimafreundliche Technologien, z.B. der Erneuerbaren Energien oder in Energieeffizienz gelenkt. Das zeigt: Klimaschutz ist nicht nur machbar und bezahlbar, er lohnt sich sogar wirtschaftlich. Unternehmen und Investoren wollen aber weit über 2012 hinaus planen. Dafür brauchen sie klare internationale Rahmenbedingungen, so schnell wie möglich.“ Die Ergebnisse des Treffens werden als „Chairman’s Summary“ zusammengefasst. Die bisherige Arbeit des Round Table mit allen Zusammenfassungen und Hintergrundpapieren ist im Internet dokumentiert unter: http://www.oecd.org/site/0,2865,en_21571361_33995336_1_1_1_1_1,00.html