Solarpark in Neustadt ist interessanteste Energiegewinnungsanlage in Rheinland-Pfalz

Weinbauklima zur Solarstromerzeugung genutzt

23. Juni 2005

Im Rahmen der erstmals vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Mainz organisierten Woche der Technologie hat Staatssekretär Günter Eymael den Solarpark in Neustadt an der Weinstraße besucht. Ziel der Energiepolitik in RPL ist die sichere, preisgünstige und umweltorientierte Versorgung der privaten Haushalte und der Wirtschaft. Gerade das Weinland Rheinland-Pfalz hat auf Grund seiner Klimadaten bei der Nutzung regenerativer Energie natürliche Standortvorteile, so der Staatssekretär. Das Wirtschaftsministerium hat seit 1990 rund 6.000 Einzelmaßnahmen mit einem Volumen von rund 30 Mio. Euro gefördert. „Im Rahmen des Kyoto-Protokolls wollen wir in Deutschland bis zum Jahr 2012 etwa 21 Prozent Kohlendioxid gegenüber dem Stand von 1990 einsparen“, sagte Eymael. Rund 19 Prozent seien erreicht, der Rest werde auch noch geschafft. Bei den erneuerbaren Energien stehe Rheinland-Pfalz hinter der Zielsetzung der EU, dessen Anteil an der Stromerzeugung bis 2010 auf 12,5 Prozent auszudehnen. Aus energiepolitischer Sicht werde die Installation neuer marktüblicher Photo­voltaikanlagen über die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz bereits großzügig gefördert. Bei der Entwicklung und beim Bau neuer Anlagen müsse deshalb der technologiepolitische Aspekt stärker berücksichtigt werden. Der Solarpark in Neustadt gehört zu den größten Sonnenkraftwerken in Deutschland und zu den interessantesten Energiegewinnungsanlagen in Rheinland-Pfalz. Die Pfalzsolar GmbH, eine Tochter der Pfalzwerke AG und der RWE Schott Solar GmbH, haben die Anlage auf einem ehemaligen Militärgelände errichtet.