Diskussion
(Bild: Pasko Maksim – Adobe Stock)

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Kältemittel im Gebäudebereich

Die Diskussion um die Kältemittel scheint kein Ende zu nehmen. Immer neue Aspekte der Wechselwirkung der Kältemittel auf die Umwelt werden diskutiert. Neuestes Beispiel ist die UBA-Studie „Persistente Abbauprodukte halogenierter Kälte-  und Treibmittel in der Umwelt: Art, Umweltkonzentrationen und Verbleib unter besonderer Berücksichtigung neuer halogenierter Ersatzstoffe mit kleinem Treibhauspotenzial“ aus dem Jahr 2021. Sie kommt zu dem Schluss, dass zukünftig insbesondere die Emissionen des Kältemittels HFO1234yf aus der mobilen und stationären Klimatisierung einen hohen zusätzlichen Anteil zu den TFA-bzw. Trifluoracetat-Mengen in der Atmosphäre beitragen werden. Damit wird der Einsatz dieses Kältemittels langfristig belastet. Verschiedene Verbändevertreter kritisieren den Ansatz und die Prämissen der Studie und fordern eine Überarbeitung.

Unter Beachtung aller Randbedingungen scheint der langfristige Weg ohnehin in Richtung der natürlichen Kältemittel zu gehen. In der zugehörigen Pressemeldung des UBA heißt es auch vom UBA-Präsident Dirk Messner: „Wenn Hersteller und Betreiber jetzt auf Systeme mit natürlichen Stoffen mit niedrigem Treibhauspotential, wie Kohlenwasserstoffe, Kohlendioxid oder Ammoniak umstellen, können sowohl die Einträge von TFA deutlich verringert als auch das ⁠Klima⁠ geschützt werden“.

Doch natürliche Kältemittel sind nicht a priori einfacher. Alle Firmen, die im Bereich der Kältetechnik arbeiten, müssen eine mehrdimensionale Optimierung der verschiedenen Anforderungen durchlaufen. Neben dem direkten Treibhauspotenzial der Kältemittel gilt es ja auch energetische Belange (TEWI), Qualifikationsanforderungen sowie brandschutztechnische Aspekte zu beachten.

 

Fragen:

  1. Wie schätzen Sie die Ergebnisse der UBA-Studie ein?
  2. Was halten Sie von brennbaren Kältemitteln im Gebäudebereich?
  3. Wie gelingt der Spagat zwischen Energieeffizienz und Umweltschutz?
  4. Mit welchem Kältemittel würden Sie sich langfristig auf der sicheren Seite fühlen?

Diskutieren Sie mit: Redaktionsschluss ist der 01.03.2022.

 

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