Markt

05. Feb. 2026 | 18:27 Uhr | von Axel de Schmidt

Marktzahlen 2025 der Verbände BVF und BDH

Absatz von Flächenheiz- und Kühlsystemen weiter rückläufig

Die aktuelle Markterhebung des Bundesverbands Flächenheizungen und Flächenkühlungen (BVF) e. V. und des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) zeigt für das Jahr 2025 einen leichten Rückgang beim Absatz von Flächenheiz- und Kühlsystemen.

Absatzzahlen

Der Absatz von Flächenheiz- und Kühlsystemen zeigt seit einigen Jahren eine sinkende Tendenz. (Bild: BVF und BDH)

Der Absatz von rund 189 Millionen laufende Meter Rohr in einem schwierigen Marktumfeld bedeutet ein Minus von rund 3 % gegenüber dem Vorjahr. Nach dem deutlichen Einbruch im Jahr 2023 infolge der politischen Unsicherheiten rund um das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und der geringen Neubautätigkeit lässt die Entwicklung auf eine Trendwende im laufenden Jahr hoffen. Die Hoffnungen beruhen auf einer positiven Entwicklung im Wohnungs- und Gewerbeneubau sowie einer zunehmenden Investitionsbereitschaft im Bestand und stetigen Förderbedingungen.

 

Weiterhin hohes Marktpotenzial

Auf Grund der aktuellen Zahlen und der leicht besseren Rahmenbedingungen sehen die Verbände ein großes Marktpotenzial für Flächenheizungen und -kühlungen. Die Technologie biete vielfältige Einsatzmöglichkeiten sowohl im Neubau als auch in der Sanierung. Ob Fußboden, Wand oder Decke – die effizienten Systeme lassen sich individuell an die notwendigen Gegebenheiten in einem Gebäude bzw. in einem Projekt anpassen. „Flächenheizung und Flächenkühlung sind ein wichtiger Baustein für das Heizsystem der Zukunft“, erklärt Sascha Allissat, Vorsitzender des Technischen Ausschusses Flächenheizung/-kühlung im BDH. „Erst diese Systeme ermöglichen niedrigste Systemtemperaturen und tragen somit entscheidend für die Effizienz moderner Wärmeerzeuger, wie z.B. einer Wärmepumpe bei.“

Auch Ulrich Stahl, Vorstandsvorsitzender des BVF e.V., betont die Vorteile der Systeme in nahezu allen Einsatzgebieten: „Die aktuelle Studie der RPTU Kaiserslautern zeigt deutlich, dass die thermische Behaglichkeit positiv bewertet wurde. Dies ist der Beleg, dass neben der architektonischen Gestaltungsfreiheit und der Möglichkeit Gebäude zu kühlen auch die thermische Behaglichkeit den nachhaltigen Einsatz dieser Systeme unterstützt.“

 

Ganzheitlicher Systemansatz notwendig

Die Verbände fordern daher, den Fokus in der Förderpolitik nicht allein auf Wärmeerzeuger zu legen, sondern verstärkt ganzheitliche Systemlösungen zu unterstützen. Flächenheiz- und Kühlsysteme arbeiten besonders effizient in Kombination mit modernen Wärmepumpen, ermöglichen niedrige Systemtemperaturen und leisteten damit einen wesentlichen Beitrag zur CO₂-Reduktion im Gebäudesektor. „Mit der Belebung des Wohnungsbaus und der konsequenten Förderung energetischer Sanierungen wird auch der Markt für Flächenheizung und -kühlung wieder deutlich wachsen“, so die Einschätzung der beiden Verbände. Die Industrie sei bereit – nun brauche es politische Flankierung und stabile Rahmenbedingungen inklusive einer stetigen Förderung, welche die Systemlösungen in ausreichendem Maße berücksichtigen.

Auch interessant