
Die Danfoss GmbH hat den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2025 in der Kategorie Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik erhalten. Im Bild (v.l.): Maria Roettgers, Angela Leth, Niels Behrensen, Andrea Voigt, Michael Muerköster. (Bild: Danfoss)
Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis 2025 würdigt Unternehmen, die mit konkreten Projekten zeigen, wie die Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft gelingen kann. Ausgezeichnet wird Danfoss für seinen konsequenten Ansatz, Dekarbonisierung, Energieeffizienz und Ressourcenschonung zum Kern der Unternehmensstrategie zu machen und damit zu zeigen, wie ökologische Verantwortung und wirtschaftlicher Erfolg zusammenhängen
„Wir sehen Dekarbonisierung als ökonomische Chance – für uns, unsere Kundinnen und Kunden und für die gesamte Industrie“, erklärt Niels Behrensen, Geschäftsführer von Danfoss Deutschland. „Wenn wir mit unseren Lösungen Energieverbrauch und Emissionen senken, senken wir zugleich Kosten, erhöhen Resilienz und verschaffen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil. Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit sind kein Widerspruch, sondern verstärken sich gegenseitig.“
Dekarbonisierung, Energieeffizienz und Ressourcenschonung bilden dabei nicht nur die Grundlage für eine klimafreundliche Zukunft, sondern auch für resilientere, effizientere und wirtschaftlich tragfähige Geschäftsmodelle. Ein zentrales Prinzip: Lösungen werden zunächst im eigenen Betrieb umgesetzt, bevor sie in Kundenprojekten skaliert werden.
Grünstrom und Abwärme
Die Ergebnisse dieser Strategie sind messbar: In Dänemark und Deutschland deckt Danfoss seinen Strombedarf an den eigenen Standorten bereits zu 100 % aus erneuerbaren Quellen; erste große Produktionsstandorte in China arbeiten ebenfalls vollständig mit „Grünstrom“. Ebenso konsequent setzt das Unternehmen auf die Nutzung von Abwärme: Überschüssige Wärme aus Produktionsprozessen, Kälteanlagen und Rechenzentren wird über intelligente Regelungstechnik, Wärmepumpen und – wo möglich – Fernwärmenetze als CO₂-arme Wärmequelle genutzt, statt zusätzliche Energie zu erzeugen.
Weltweit strebt Danfoss CO₂-Neutralität in allen Geschäftsbereichen bis 2030 an; bis dahin sollen zudem 80 % der Produkte kreislauffähig gestaltet sein. Mit dieser Strategie will Danfoss zeigen, dass Nachhaltigkeit zum Kern wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit werden kann. „Dekarbonisierung ist kein Kostenfaktor, sondern ein Wettbewerbsvorteil“, sagt Behrensen.
Nordborg: CO₂-neutrale Produktion
Danfoss demonstriert, wie sich Dekarbonisierung, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit systematisch verbinden lassen – ein Ansatz, den das Unternehmen an seinen eigenen Standorten vorlebt. Ein Schlüsselbeispiel ist der Hauptsitz im dänischen Nordborg, an dem Danfoss seit 2022 CO₂-neutral produziert. Auf dem Campus treffen energetisch modernisierte Bestandsgebäude und neue, hocheffiziente Bauten aufeinander. Zum Einsatz kommen Wärmepumpen, Abwärmenutzung, Sektorkopplung, intelligente Regelungstechnik und digitales Energiemanagement. Nordborg dient weltweit als Referenzprojekt dafür, wie ein industrieller Standort seine Emissionen deutlich reduzieren und gleichzeitig wettbewerbsfähig bleiben kann.
Innovationsstandorte und Reallabore
Die Danfoss GmbH hat ihren Sitz in Offenbach am Main. Das moderne Bürogebäude am Kaiserlei dient als Demonstrationsstandort für energieeffiziente Gebäudetechnik und ist ein realer Anwendungsfall der eigenen Technologie.
Der Standort Hamburg in der Hafen City fungiert als Technologie- und Innovationsstandort für urbane Energiewende und Wärmenetze. Er verbindet technologische Entwicklung mit einem starken Netzwerk aus Energieversorgern, Stadtwerken, Hafen- und Industrieakteuren – und ist damit ein strategisches Zentrum, um urbane Dekarbonisierung zu entwickeln und zu skalieren.
Preisverleihung in Düsseldorf
Bei der Preisverleihung am 5. Dezember 2025 im Maritim Hotel Düsseldorf wurden die Siegerinnen und Sieger der DNP-Wettbewerbe und die Besten in den fünf Transformationsfeldern des Unternehmenspreises bekanntgegeben. Gäste waren C-Level-Vertreterinnen und -vertreter und Nachhaltigkeitsverantwortliche der ausgezeichneten Unternehmen, prominente Laudatoren sowie Ehrengäste aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik, darunter WTO-Generalsekretärin Dr. Ngozi Okonjo-Iweala, EU-Umweltkommissarin Jessika Roswall, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, Bundesministerin Karin Prien, UNIDO-Generalsekretär Gerd Müller und der französische Designer Philippe Starck. Mit einem Kurzkonzert trat die US-Band „Naturally 7“ auf.
Rund 120 Medienvertreter begleiteten den Abend, an dem Wertschätzung, Inspiration und Haltung im Mittelpunkt stehen sollen.