Ziel des Projekts “KaP“  Kälteanlagen in der Praxis – Werkzeuge für die Betriebsanalyse und Systemoptimierung ist es, Planungsbüros und Betreibern den Betrieb bereits installierter und die zukünftige Planung vergleichbarer kältetechnischer Anlagen zu erleichtern und zu optimieren. Kältesysteme in Büro- und Produktionsgebäuden weisen im realen Betrieb oft deutlich höhere Energieverbräuche auf, als im optimalen Betriebszustand benötigt werden. Anhand einer größeren Zahl von Betriebsobjekten mit zukunftsfähigen Kälteanlagen sollen Werkzeuge entwickelt und validiert werden. Dabei wird die Gesamtheit des Kältesystems mit Kälteerzeugung, Kälteübergabe und Kältebenutzung betrachtet. Anforderungen am Beispiel von vier Pilotgebäuden werden definiert und an fünfzehn weiteren Gebäuden getestet und optimiert.

Mit der Durchführung des Projekts befasst sich die EB – Partner GmbH & Co. KG, Nürnberg, die sich zu den führenden Unternehmen in Deutschland für integrierte Gesamtplanung, technische Gebäudeausrüstung, Immobilien-Management und Lifecycle-Management zählt. Im Fokus stehen Beratungs- und Planungsleistungen im regionalen, nationalen und internationalen Markt. Unter der Führung von Ebert-Geschäftsleiter Prof. Dr.-Ing. Werner Jensch werden seit zwanzig Jahren Forschungsprojekte bearbeitet, die sich mit der Gebäudehülle, Gebäudeausrüstung und -betrieb sowie Energiebereitstellung und Energiewandlung beschäftigen. Das Unternehmen gehört zur SSN Group AG, ein Immobilienunternehmen, das Leistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Immobiliensektor anbietet.

Als weitere Forschungsprojekte fördert das BMWi über jeweils drei Jahre mit 50 Prozent “IUPITER“ sowie „ENBEKA“. Dabei steht “IUPITER“  für „Interaktive Umsetzung von Prognosen des Wetters in Technischer Gebäudeausrüstung zur energieoptimierten Raumkonditionierung“. Die Ebert-Ingenieure sollen ein einfach zu implementierendes und für viele Gebäudetypen einsetzbares Verfahren zur Reduzierung des Energieverbrauchs entwickeln. Ziel ist eine universell einsetzbare Wettervorhersagesteuerung mit Informationen über den aktuellen Systemzustand (Gebäude- und Anlagentechnik). Der Einsatz des Verfahrens wird erprobt und sein Nutzen für eine Reduzierung des Energiebedarfs in Gebäuden quantifiziert. Im Mittelpunkt steht die Nutzerfreundlichkeit des Produktes mit einer verständlichen Visualisierung.

Das dritte Forschungsprojekt „ENBEKA“ widmet sich der „Energieeffizienz und optimierten Betriebsführung von gewerblichen Kälteanlagen“. Hierbei sollen sowohl allgemeine Leitlinien entwickelt, als auch Methoden und Algorithmen für autorisierte Prozesse der Betriebsoptimierung untersucht werden, die eine weitgehend automatisierte Fehlererkennung und Einsparmaßnahmen ermöglichen. Das Betriebsverhalten der Anlagen wird ausführlich analysiert und mit dem Datenbestand eines Fernüberwachungssystems verglichen. Neuartige Regelstrategien, z.B. mit selbstoptimierenden Reglern, werden in der Praxis getestet und Einsparpotentiale ermittelt. Die Erfahrungen und Ergebnisse aus dem Projekt sollen in einem Leitfaden mit Handlungsempfehlungen für die Betriebsoptimierung gewerblicher Kälteanlagen zusammengefasst werden.

 

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