
Diese Art von Ventilatoren wird später in Rechenzentren eingesetzt. Auf dem Bild ist Monteur Karol Maczuga im Werk Kupferzell zu sehen. (Bild: Ziehl-Abegg)
Mit dem Umsatzzuwachs von mehr als 12 % erreicht der weltweit tätige Hersteller einen bedeutenden Meilenstein. Die globale Mitarbeiterzahl ist von 5.300 auf 5.800 gestiegen. „Diese Marke ist für uns mehr als nur eine Zahl – sie steht für die Leistung, das Engagement und den Zusammenhalt unserer weltweiten Teams“, freut sich Joachim Ley, Vorstandsvorsitzender von Ziehl-Abegg. „2025 war kein einfaches Jahr. Wechselkurse, Zölle und geopolitische Unsicherheiten haben viele Märkte unter Druck gesetzt. Umso mehr zeigt dieses Ergebnis, wozu wir als Unternehmen in der Lage sind.“ Zum Erlös macht Ziehl-Abegg traditionell keine Angaben. Vorstandschef Ley sagt jedoch: „Der Gewinn war wegen der globalen Verwerfungen massiv unter Druck.“
USA sind der der wichtigste Auslandsmarkt
Ein wesentlicher Wachstumstreiber war das starke Auslandsgeschäft: Die USA sind mit deutlich mehr als 20 % Anteil am Gesamtumsatz inzwischen der wichtigste Auslandsmarkt für Ziehl-Abegg. Die im Jahr 2024 gestartete Investition von 100 Mio. Euro in ein neues Werk kam zur richtigen Zeit und stärkt die lokale Präsenz sowie die Lieferfähigkeit im nordamerikanischen Markt.
Lokale Produktion für den chinesischen Markt
China bleibt der zweitgrößte Auslandsmarkt. Aufgrund des intensiven Wettbewerbs setzt Ziehl-Abegg dort gezielt auf eine regionale Entwicklung, um Produkte anzubieten, die sowohl technisch als auch preislich optimal auf die Marktanforderungen abgestimmt sind. „Wer in China bestehen will, muss den Markt nicht nur verstehen, sondern ihn auch vor Ort gestalten“, so Ley.
Weltneuheit: Aufzugssynchronmaschine ohne Magnete aus Seltenen Erden
Ziehl-Abegg ist weltweit das erste Unternehmen, dem es 2025 gelungen ist, eine elektrische Aufzugssynchronmaschine ohne Magnete aus Seltenen Erden zu entwickeln – und das bei gleichbleibend hoher Leistung und identischer Baugröße. Durch den Einsatz eines innovativen Motordesigns wird die technologische Unabhängigkeit gestärkt und eine dauerhaft stabile Produktion gewährleistet – unabhängig von geopolitischen Risiken oder Exportbeschränkungen. „Dem Wettbewerb technologisch immer ein deutliches Stück voraus, ist unsere Devise“, freut sich Vorstandschef Ley. Vor allem die hohe Fertigungstiefe mit eigener Gießerei, Blechfertigung und Kunststoffverarbeitung sowie die Innovationskraft im Bereich bionischer Lüfterdesigns trugen maßgeblich zum Erfolg bei.
Beschäftigung in Deutschland steigt
Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 5.800 Mitarbeitende, davon 3.000 (Vorjahr 2.800) an süddeutschen Produktionsstandorten. Die Ventilatoren und Antriebssysteme von Ziehl-Abegg kommen unter anderem in der Klima- und Kältetechnik, in Aufzügen, Reinräumen, Agraranlagen sowie in der Medizintechnik zum Einsatz. Die Produkte werden in mehr als 100 Ländern verkauft.