
Ob in Schulen, Büros, Kliniken oder öffentlichen Gebäuden: Die Qualität der Raumluft beeinflusst die Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. (Bild: Wolf)
Die VDI/ÖFR 6022 Blatt 3 „Raumlufttechnik, Raumluftqualität – Beurteilung der Raumluftqualität” stellt eine Erweiterung der Systemgrenze von VDI 6022 Blatt 1 auf den Aufenthaltsbereich in Übereinstimmung mit DIN EN 16798-1 dar. Ziel ist es, eine Raumluftqualität sicherzustellen, die der Gesundheit zuträglich ist. Angesprochen werden alle Personen, die für die Raumluftqualität sowohl in Planung, Ausführung und Betrieb verantwortlich sind, z.B. Bauherrn, Betreiber, Architekten, Bauingenieure, TGA-Planer, ausführende Handwerker und Nutzer.
Eine gesundheitlich unbedenkliche Raumluftqualität liegt im Sinne der Richtlinie dann vor, wenn von Raumluft und Raumklima keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen ausgehen, die Luft mehrheitlich als angenehm und behaglich empfunden wird und keine störenden Gerüche auftreten. Voraussetzung dafür ist, dass relevante physikalische, chemische und biologische Messgrößen innerhalb der definierten Bereiche liegen.
Die Richtlinie führt ein Bewertungsverfahren zur Kategorisierung der Raumluftqualität ein und ordnet bestehende Grenz- und Richtwerte nach dem Stand der Technik ein. Sie unterstützt Gebäudebetreiber bei der Einordnung der Raumluftqualität und kann sowohl zur vertraglichen Festlegung von Zielwerten als auch zum Nachweis der Zielerreichung genutzt werden.
Die VDI/ÖFR 6022 Blatt 3 ist im Dezember 2025 erschienen und kann ab 104 Euro bei DIN Media erworben werden.
Fachlicher Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. (FH) Björn Düchting
VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (GBG)
Telefon: +49 211 6214-470
E-Mail: duechting@vdi.de