EC-Axialventilatoren

Hybrid-Fähre spart dank ebm-papst 2 Millionen Kilowattstunden pro Jahr

12. September 2017

Die Reederei Scandlines hat die Belüftung ihrer sechs Hybridfähren neu durchdacht und spart nun über 80 % der vorher benötigten Energie. Denn statt alter AC-Ventilatoren arbeiten dort nun effiziente EC-Ventilatoren von ebm-papst.

Die Hybridfähre Prinsesse Benedikte der Reederei Scandlines, die auf der Ostsee zwischen Puttgarden und Rødby (Dänemark) verkehrt, spart dank ebm-papst über 80 % Energie bei der Belüftung.

Die Hybridfähre Prinsesse Benedikte der Reederei Scandlines, die auf der Ostsee zwischen Puttgarden und Rødby (Dänemark) verkehrt, spart dank ebm-papst über 80 % Energie bei der Belüftung.

Die Fähren verkehren zwischen Deutschland und Dänemark, sechs der acht Fähren sind sogar Hybridfähren. Null Emissionen – das ist das ehrgeizige Ziel der Reederei. LED statt herkömmlicher Beleuchtung, Hybridantriebe, Abgaswäscher, neue Wasserpumpen, Lehrgänge zur sparsamen Fahrweise: Die Reederei Scandlines setzt konsequent auf Nachhaltigkeit. Dazu gehört auch eine effiziente Klimatisierung des Autodecks der Fähre, die neben dem Antrieb selbst sehr viel Energie verbraucht. Da auf der Fähre auch Lkw mit entzündbaren Stoffen den Fehmarnbelt überqueren, müssen die Ventilatoren explosionsgeschützt sein.

Die schwenkbare Metallplatte mit vier Ventilatoren sorgt für die energiesparende Belüftung des Autodecks.

Die schwenkbare Metallplatte mit vier Ventilatoren sorgt für die energiesparende Belüftung des Autodecks.

Die Fähren sind mit zwei Brücken ausgestattet, so müssen sie außerhalb der Häfen nicht wenden. Vor der Überarbeitung sorgten bei der Überfahrt insgesamt acht große AC-Ventilatoren für die Frischluftzufuhr des 12.000 m³ großen geschlossenen Autodecks. Für die Zu- und Abluft liefen jedoch immer einige Ventilatoren rückwärts. Diese Betriebsart ist besonders ineffizient, da Ventilatoren immer für eine Förderrichtung ausgelegt sind und im Rückwärtsbetrieb drastisch mehr Energie verbrauchen.
Zusammen mit ebm-papst in Dänemark entwickelte die Reederei deshalb ein ganz neues Konzept: Je vier explosionsgeschützte EC-Axialventilatoren sind als „FanGrid“ auf eine schwenkbare Metallplatte montiert. Die Platte mit den Ventilatoren kann so einfach in die benötigte Förderrichtung gedreht werden.

Die EC-Axialventilatoren lassen sich bequem auf die tatsächlich benötigte Leistung anpassen und sind für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen zugelassen.

Die EC-Axialventilatoren lassen sich bequem auf die tatsächlich benötigte Leistung anpassen und sind für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen zugelassen.

Dadurch fördern die Ventilatoren die Luft immer in die Richtung, für die sie optimal ausgelegt sind und arbeiten so mit maximaler Effizienz. Dass nun vier Ventilatoren die Arbeit eines einzigen übernehmen, hat auch den Vorteil, dass die Fläche, über die die Luft gefördert wird, vergrößert wird. Das optimiert den Luftaustausch auf dem Autodeck weiter. Am Schiff mussten außerdem keine Umbauten vorgenommen werden.
Die Maßnahmen ermöglichen pro Schiff Einsparungen von 2 Mio. kW pro Jahr, was dem Jahresverbrauch von über 65 Einfamilienhäusern entspricht. Mittlerweile hat die Reederei ebenfalls die Ventilatoren für die Kabinenklimatisierung durch EC-Ventilatoren ersetzt. Ein Upgrade für drei weitere Fähren, die auch zwischen Puttgarden und Rødby fahren, ist bereits geplant.
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